News aus der deutschen Wirtschaftsförderung

Wirtschaftsförderer bilden sich an der Hochschule Harz weiter

Seit 2015 bietet die Hochschule Harz den berufsbegleitenden Zertifikatskurs Wirtschaftsförderung an. Heino Bubach-Bernhardt, Oliver Dülme und Rüdiger Nentwig – erfahrene Wirtschaftsförderer aus Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen – gehörten zu den ersten Studierenden. Aller Voraussicht nach wollen sie nach Abschluss aller einzelnen Module auch ihren Master ablegen. Was treibt sie an?
„Mich interessieren in erster Linie die regional-ökonomischen Themen, also Grundlagen für die wirtschaftliche Entwicklung eines Standortes“, sagt Heino Bubach-Bernhardt, seit 2000 Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung in Neumünster. Wie der diplomierte Biologe sind viele seiner Kollegen in ihr Fach quer eingestiegen. Oliver Dülme aus Brilon hatte aus seinem Erststudium zum Diplom-Geograf zwar schon gute Vorkenntnisse. Allerdings: „Zu hören, dass man Vieles richtig gemacht hat und was man noch verbessern kann, hilft mir bei meiner täglichen Arbeit.“

Dass die Weiterbildung bundesweit so gut angenommen wird, ist kein Zufall. Vorausgegangen war eine Bedarfsanalyse des Fachbereichs Verwaltungswissenschaften an der Hochschule Harz. „So konnten wir die Inhalte optimal entwickeln: Grundlagen, Aufbau von Netzwerken und Clustern, neue Technologien in der Wirtschaftsförderung“, erklärt Prof. André Göbel die derzeit in Deutschland in dieser Form einmalige Weiterbildung.
Optimal sollte auch die Organisation mit Präsenzzeiten, Selbststudium und E-Learning sein. „Der Aufwand ist mit etwas Selbstdisziplin gut machbar“, sagt Rüdiger Nentwig aus Marsberg, als gelernter Dipl.-Ing. Maschinenbau der Fertigungstechnik ebenfalls Quereinsteiger. An sechs Wochenenden pro Semester geht es nach Halberstadt, um im modernen Wirtschaftsförderungslabor zu lernen. „Nach dem langen Anreiseweg“, ergänzt er, „beginnt für mich dann das Spannendste: der Austausch unter Kollegen.“

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