News aus der deutschen Wirtschaftsförderung

Was hat der demografische Wandel mit Wissensmanagement zu tun?

In den nächsten Jahren beginnt hierzulande eine nie da gewesene Pensionierungswelle. Tausende erfahrene Mitarbeiter verabschieden sich in den Ruhestand. Daher besteht in den Unternehmen dringender Handlungsbedarf. Doch wie sichern Sie das wertvolle (Erfahrungs-)Wissen ihrer ausscheidenden Mitarbeiter, bevor diese es mit in die Rente nehmen?

Wissen beständig sichern, wenn Menschen gehen

Um eine Überlastung des Personals vorzubeugen und dem Verlust von Know-How entgegen zu wirken gibt es verschiedene Methoden. Zwei werden wir Ihnen jetzt vorstellen.

In einem Wissenstransfer-Workshop werden ganz individuell Wissen und Erfahrung des austretenden Mitarbeiters identifiziert und für seine Nachfolge aufbereitet und dokumentiert. An dem vierstündigen Workshop nehmen der Wissensgeber, seine Führungskraft und im besten Fall auch der Nachfolger teil. Durch verschiedene Instrumente wird das Know-How erfasst. Ein Instrument stellt der Wissensbaum dar, der die beruflichen Stationen und neuerworbene Kompetenzen darstellt. Ein Aufgabenradar stellt alle relevanten Themen strukturiert dar. Auch das Erfassen von Routinen und wiederkehrenden Anlässen umfasst ein weiteres Instrument. Des weiteren ist es von Vorteil, wenn dem neuen Mitarbeiter Checklisten, Notizen, Kontakte und Beschreibungen von Arbeitsprozessen zusammengestellt werden. Somit erhält der Nachfolger nicht nur eine umfangreiche Dokumentation, die er für den schnellen Überblick nutzen kann, sondern auch persönliche Erfahrungen des Experten, die die Einarbeitung erleichtern.

Der organisationale Wissenstransfer wird eingesetzt, wenn bestehende Mitarbeiterstrukturen innerhalb des Unternehmens umorganisiert werden. Im Vorfeld sammeln die Beschäftigten Informationen zu Ihren Aufgaben, die In einem etwa dreistündigen Workshop den zukünftig Verantwortlichen vorgestellt werden. Während des Workshops können die Aufgaben diskutiert und offene Fragen geklärt werden sodass hinterher alle auf demselben Informationslevel sind. Durch die gemeinsame Beteiligung beider Akteure wird die Hemmschwelle, sich bei offenen Fragen mit einem anderen Kollegen auseinander zu setzten, gesenkt. Somit wirkt dieser Prozess kulturfördernd.

Für eine stetige Sicherung des Know-Hows ist eine konsequente Anwendung aber auch kontinuierliche Weiterentwicklung der Instrumente unabdingbar.

Wenn Sie mehr über Wissensmanagement erfahren wollen, dann sprechen Sie mit  Hartmut Zenker oder informieren Sie sich hier.