News aus der deutschen Wirtschaftsförderung

Kreis Offenbach: Erster Kommunalkongress für einen starken Wirtschaftsstandort

Gut 120 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik haben Ende Januar den ersten Kommunalkongress des Kreises Offenbach zu einem kreativen Meinungsaustausch über die zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Standortes genutzt. „Die große Resonanz zeigt“, so Landrat Oliver Quilling, „dass das Interesse an einer konsequenten Positionierung und Profilierung unseres Standortes in der Metropolregion FrankfurtRheinMain sehr hoch ist und der Ansatz gemeinsam mit den Kommunen und der IHK diesen Weg zu gehen, gut angenommen wird.“

Dies wird auch aus Sicht der IHK Offenbach am Main bestätigt. IHK-Präsident Alfred Clouth betont: „Nur gemeinsam können wir die Sichtbarkeit des Kreises Offenbach erhöhen und Unternehmen und Fachkräfte vom Standort überzeugen. Ich freue mich sehr, dass sich so viele Unternehmer für das Konzept interessieren und sich aktiv in die Diskussion einbringen.“

Für die Städte und Gemeinden zieht der Sprecher der Bürgermeister, Bernhard Bessel aus Hainburg, ebenfalls eine erste positive Bilanz: „Die Präsenz von fast allen meinen Kolleginnen und Kollegen aus den Kommunen zeigt, dass sich mittlerweile die Überzeugung durchgesetzt hat, nur miteinander die bestmögliche Präsentation unseres Standortes erreichen zu können.“

Kern der Veranstaltung waren vier Workshops, in denen Ideen zu vier wesentlichen Fragestellungen gesammelt werden sollten. Auch wenn die Aufarbeitung der Ergebnisse einige Zeit braucht, gab es erste Erkenntnisse, allen voran die Auffassung, dass der Kreis Offenbach sowohl bei den weichen als auch bei den harten Standortfaktoren durchaus gut aufgestellt ist.

Im Workshop zum Thema „Anforderungen an die kommunale Wirtschaftsförderung“ wurde von fast allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf Intensivierung der Vernetzung gesetzt. Im zweiten Workshop ging es um die Entwicklung der Fachkräftesituation, die damit verbundenen Fragestellungen, welche Berufsgruppen der Kreis langfristig braucht. Unstrittig war, dass langfristig verstärkt Fachkräfte für die Pflege und in sozialen Berufen fehlen werden und dass im Handwerk Nachwuchs knapp ist. Im dritten Workshop ging es darum, die besonderen Stärken der Wirtschaftsstruktur zu definieren. Hier wurde besonders der gute, breit aufgestellte Mittelstand hervorgehoben. Als wichtige entwicklungsfähige Branchen wurden die Bereiche Logistik und personennahe Dienstleistungen – gerade auch mit Blick auf die Gesundheit genannt. Im vierten Workshop drehte sich alles um die Möglichkeiten der digitalen Revolution und es war unstrittig, dass in diesem Sektor eine wichtige Zukunftschance für alle Kommunen des Kreises liegt.

Die detaillierten Ergebnisse der Workshops werden von den Beraterinnen und Beratern der ExperConsult umfassend aufgearbeitet. Sie bilden zusammen mit den Ergebnissen aus vielen Analysen und Einzelgesprächen, die darüber hinaus mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung geführt wurden, die Basis für das strategische Konzept. Dieses wird von einem Arbeitskreis der Wirtschaftsförderer des Kreises, der Kommunen und der IHK formuliert und soll in einem weiteren Kommunalkongress – voraussichtlich im Sommer – präsentiert werden.