News aus der deutschen Wirtschaftsförderung

Große Stadtentwicklungsprojekte im Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet präsentiert sich zum 15. Mal unter Federführung der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH (wmr) bei der Münchener Immobilienmessen. Beteiligt sind zwölf kommunale und 70 wirtschaftliche Partner. Der diesjährige Auftritt steht unter dem Motto "Deutschlands größte Stadt - Neue Lagen".

Mit ihrem Projekt "Glückauf Nachbarn – Modellquartier Integration" richten RAG Montan Immobilien und Vivawest den Fokus auf das Thema Integration im Stadtteil. Bereits seit Mai erarbeiten sechs Experten aus unterschiedlichen Fachdisziplinen Thesen zur Förderung von Integration in der Nachbarschaft. Parallel dazu bereitet ein Historiker die Geschichte der Integrationsleistungen des Steinkohlenbergbaus und der beteiligten Unternehmen auf. Beides ist Grundlage für eine 2017 startende Werkstatt mit interdisziplinären Planungsteams, die konkrete städtebauliche Lösungsansätze für ein harmonisches Miteinander im Quartier entwickeln. Die Lösungsansätze der Werkstatt werden exemplarisch für das Quartier Duisburg-Vierlinden und die ehemalige Bergbaufläche Kamp-Lintfort Friedrich-Heinrich umgesetzt. Die Ergebnisse werden im Sommer 2017 der Öffentlichkeit präsentiert.

Auf einem 52 Hektar großen Areal im nördlichen Krupp-Gürtel von Essen soll ein neues Stadtquartier entstehen. Die Planungen dafür stellte die Thelen-Gruppe als Investor heute gemeinsam mit der Stadt und der Essener Wirtschaftsförderung während der Expo Real vor. Vorgesehen ist eine Mischung aus Wohnen und Arbeiten. Das Zentrum bildet ein Park mit offenem Wasserlauf; Büroflächen und Gastronomieangebote säumen die Grünfläche. Weitere Gewerbeflächen sollen auf einer Fläche von rund 12,6 Hektar rund um eine geplante Ringstraße entstehen. Auf rund 10,5 Hektar werden Wohnungen geschaffen.

Auf rund 90 Hektar nicht mehr für den Betrieb benötigter Bahnflächen in Duisburg-Wedau soll eines der größten Stadtentwicklungsprojekte in Nordrhein-Westfalen realisiert werden. Die Pläne wurden heute ebenfalls auf der Expo Real vorgestellt. Der rund 30 Hektar große nördliche Bereich soll für hochwertiges Gewerbe und als "Innovation-Campus" mit universitätsnahen Nutzungen im Bereich Forschung, Technologie und Existenzgründungen genutzt werden. Auf dem Südareal ist ein Wohnstandort mit rund 3.000 Wohneinheiten geplant. Angesichts seiner Lage am Wasser und Nähe zum Sportpark mit hoher Freizeitqualität soll hier ein breites Angebot an qualitätsvollen Wohnformen und -typen im Eigentums- und Mietsegment entstehen.

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