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Einzelhandels-Umfrage sieht Bedarf für mehr Nachhaltigkeit bei der Lebensmittelindustrie

Inwieweit beeinflussen Nachhaltigkeitsaspekte das unternehmerische Handeln der Konsumgüterbranche? Worin werden die größten Hürden bei der Umsetzung im Unternehmen gesehen? Wo die Perspektiven? Diese und andere Fragen stellten das ZNU - Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung der Universität Witten/Herdecke und die Lebensmittel-Zeitung als Fachmedium der Konsumgüterindustrie. Insgesamt 347 Führungskräfte haben sich an der Umfrage beteiligt.

Ihr Fazit: Nachhaltigkeit bestimmt in zunehmendem Maße die Planungen als strategischer Wettbewerbsfaktor in der Branche. So sehen über 80 Prozent der Händler und Hersteller Nachhaltigkeit als Thema an, das wesentlich zur Zukunftssicherung des Unternehmens beiträgt. Die größten Chancen durch Nachhaltigkeit sehen beide Seiten im Anstoß von Innovationen auf Unternehmens- und Produktebene. Jeweils drei Viertel der Hersteller und Händler sehen die Transparenz bei der Produktion und in der Lieferkette als wichtigstes Kriterium bei der Lieferantenauswahl. Einhaltung und Förderung von Sozialstandards in den Erzeuger- und Produktionsländern werden ebenfalls als wichtige Auswahlkriterien genannt.

Die Entscheidung an der Ladenkasse hat Signalwirkung, zeigt die Studie, denn: Einig sind sich mehr als zwei Drittel der Händler und Hersteller hinsichtlich der Überzeugung, dass Konsumenten bevorzugt von Herstellern mit "nachhaltigem Image" kaufen. Die größten Hürden bei der Umsetzung von Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit im Unternehmen sehen die Befragten in den hohen Umsetzungskosten, Schwierigkeiten bei der Wirksamkeitsmessung und mangelndem Kundeninteresse.

Quelle: Informationsdienst Ruhr