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Breitband-Millionen aus Berlin fließen in den Kreis Warendorf - Höchste Förderung in NRW

Jetzt ist es amtlich: Mit den Breitband-Millionen erhält der Kreis Warendorf die größte Fördersumme in NRW für ein kreisweites Projekt zum Aufbau einer flächendeckenden schnellen Internet-Versorgung. Knapp 30 Millionen fließen allein vom Bund in den Kreis. Im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur erhielten Landrat Dr. Olaf Gericke und gfw-Geschäftsführerin Petra Michalczak-Hülsmann am Dienstagabend in Berlin den langersehnten Förderbescheid aus den Händen des  parlamentarischen Staatssekretärs Enak Ferlemann. Mit dabei waren auch die heimischen Bundestagsabgeordneten Reinhold Sendker und Bernhard Daldrup, die sich stark für den Ausbau der Breitbandinfrastruktur im Kreis Warendorf engagiert haben.

Dass der Kreis Warendorf im Rennen um die begehrten Fördergelder aus Berlin erfolgreich war, sorgt für Begeisterung bei den Chefs von Kreisverwaltung und gfw. Jetzt haben sie die Landes-Millionen im Blick: „24 Millionen Euro werden zur Kofinanzierung aus Düsseldorf erwartet, morgen (23. März) wird der Antrag gestellt. Zusammen mit unserem 10-Prozent-Eigenanteil kommen wir dann auf 59,5 Mio. Euro für das Ausbauprojekt, mit denen wir unseren Kreis fit für die digitale Zukunft machen können“, sagten Dr. Olaf Gericke und Petra Michalczak-Hülsmann. Die Mittel für das Breitband sind damit das größte Gesamtförderpaket, das der Kreis Warendorf jemals erhalten hat.

Auch bisherige „weißen Flecken“ wie schlecht versorgte Gewerbegebiete und Außenbereiche, können durch das Ausbauprojekt schnelle Internetanschlüsse erhalten. „Das ist ein echter Meilenstein und eine großartige Möglichkeit, unseren Kreis fit für die digitale Zukunft zu machen. Davon werden alle Bürgerinnen und Bürger profitieren“, freut sich Dr. Olaf Gericke.

In enger Abstimmung mit der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern der 13 Städte und Gemeinden im Kreis hatten Dr. Olaf Gericke und Petra Michalczak-Hülsmann den Förderantrag vorbereitet. In seiner Sitzung im Oktober letzten Jahres hatte der Kreistag einstimmig grünes Licht gegeben – und der Antrag ging auf die Reise nach Berlin.

Wofür wird die Fördersumme nun verwendet? Alle Außenbereiche und Gewerbegebiete, die aktuell über eine Versorgung unter 30 Mbit/s verfügen, werden flächendeckend mit breitbandiger Infrastruktur versorgt. In Zukunft werden die Bedarfe durch die rapide zunehmende Vernetzung und Digitalisierung in allen Prozessen sowohl im privaten Bereich als auch in betrieblichen und schulischen Bereichen weiter steigen. „Durch die Fördermittel haben wir jetzt die Gelegenheit, den Kreis Warendorf zukunftssicher zu gestalten und ihn als Wirtschaftsstandort noch attraktiver zu machen. Flächendeckend werden wir nach dem Ausbau mindestens 50 Mbit/s erreichen“, zeigt sich gfw-Geschäftsführerin Petra Michalczak-Hülsmann überzeugt.

Hintergrund: Breitband-Ausbau im Kreis Warendorf
Im Rahmen der Maßnahme sind Tiefbauarbeiten auf einer Länge von 820 Kilometern vorgesehen. Dabei werden 1186 Kilometer Glasfaser und 820 Kilometer Leerrohre neu geschaffen. Nach Ende der Maßnahme sind 17.729 Haushalte und 645 Unternehmen zuverlässig mit Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s versorgt.

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